LOGO
Amphitryon_li Salome_mi Amphitryon_re

Aktuelles
Spielplan
Repertoire
Alles tanzt nach meiner | Pfeife
Amphitryon
Aschenputtel
Der Brandner Kaspar | und das ewig' Leben
Der Froschkönig
Der Löwe im Winter
Der Sturm
Der Untergang
Die kleine Meerjungfrau
Die Schneekönigin
Die Schöne und das Biest
Die Todesfalle
Die tote Tante |Die kleinen Verwandten
Don Juan oder die Liebe | zur Geometrie
Ein Münchner im Himmel | und in der Hölle
Gefallene Engel
Heinrich der Achte | und seine Frauen
Herr Sumsemann fliegt | zum Mond
Hubert, das Gespenst von | Canterville
Ich bin begeistert
Macbeth
Mordsgedächtnis
Odoardo
Salome
Schluck und Jau
Undine
Wenn du geredet hättest, | Desdemona
Zum König geboren
Ensemble
Pressespiegel
Kontakt

Repertoire :: Amphitryon :

Amphitryon

von Molière

Eine göttliche Sommernachtskomödie

Die Nacht Brigitte Hoerrmann
Jupiter / Amphitryon Erhard Hennig
Merkur Matthias Schullan
Sosias Norbert Kraxenberger
Alkmene Ulrike Dostal
Cleanthis Isabella Lappé
 
Regie Brigitte Hoerrmann / Erhard Hennig
Technik Werner Bachhuber

Molières Amphitryon wurde am 13. Januar 1668 in Paris uraufgeführt. Die Einnahmen waren recht beträchtlich, übertrafen die seiner bekanntesten Werke, wie etwa die des "Misantrope" (1666), doch reichten sie nicht an den Ertrag seiner höchsten Erfolge heran. Die materielle Bedeutung eines Theatererfolges, auf die Produktionen Molières, sollte man unter dem Gesichtspunkt des Theatordirektors sehen, dessen Stücke die Haupteinnahmequelle für seine Truppe bildete.

Derselben Situation sehen sich auch heute die freien Bühnen gegenüber, die ohne Subventionen, von der Zahl der Besucher abhängen. 

Eine immer wieder von der Molière Kritik auftretende Vermutung beinhaltet: Molière sei von König Ludwig XIV beauftragt worden, eine Amphitryonfassung zu schreiben, um damit den Ehemann seiner Mätresse, Madame de Montespau, zu beschwichtigen:

"Wer sein Glück mit Jupiter teilt, kann nimmermehr für ehrlos gelten".

Eine Übertragung dieser Verse sowie der ganzen Amphitryon-Handlung auf die Montespau-Affaire, impliziert natürlich die Gleichsetzung von Jupiter Mit Ludwig XIV.

Abgesehen davon, dass Amphiryon kein nur für den Hof bestimmtes Stück war, können diese Zusammenhänge keine wesentliche Rolle für die Konzeption des Stückes gespielt haben, weil in der Molièrischen Version des Amphitryon-Stoffes, Jupiter eine durchaus nicht ruhmreiche Rolle spielt. Eine wesentliche Tendenz des Stückes ist die ironische Erntwertung der Götterwelt. Dies wird bereits im Prolog verdeutlicht.

Hier rechtfertigt Merkur den Göttervater zunächst mit der Sehnsucht nach menschlichem Umgang, um der göttlichen Einsamkeit zu entfliehen. Opfer dieses Spiels nur sind die Menschen. Zunächst Amphitryon und Sosias, als deren Doppelgänger die Götter auftreten. Zu verschiedenen Situationen werden beide gezwungen, ihre Existenz in Frage zu stellen.

Molière läßt in der Schlußszene, in der sich schon um der Einheitlichkeit der Komödie willen, alles zum Guten wendet, Amphitryon nicht mehr zu Worte kommen.

Nur Sosias kommentiert die reichlich dürftigen Erklärungen des Jupiters:

"Wie nett versüßt Jupiter die Pille" und er behält auch das Schlußwort, in dem er jeden harmonisierenden Erklärungsversuch unterbindet.

"Das Klügste aber ist, jetzt still nach Haus zu gehen und über das, was hier geschehen, den Mund zu halten."

 

Pressestimmen

 














© 2006-2012 Copyright  ensemble-theater. münchen im Forum Neuried  All rights reserved. Letzte Änderung: 25-02-06